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Allergien

Die wohl häufigste gesundheitliche Reaktion auf Schimmelpilze ist die Allergie. Auch wenn die Allergie auf Blütenpollen, der "Heuschnupfen", viel bekannter ist, sind wahrscheinlich ebenso viele Menschen von einer Schimmelpilzallergie betroffen. Die Art der Allergene ist bei Schimmelpilzen vielfältig. So können sich in der Atemluft neben riesigen Sporenmengen auch einzellige Pilze, Hyphen, Pilzbruchstücke und Stoffwechselprodukte der Pilze befinden, die alle als Allergieauslöser bzw. Allergenträger in Frage kommen.

Obwohl prinzipiell alle Schimmelpilze geeignet sind, Allergien auszulösen, ist die allergene Wirkung bisher erst bei etwa 100 Arten eindeutig nachgewiesen. Von diesen gilt Alternaria alternata als besonders häufiger Auslöser von Schimmelallergien.

Um die Sensibilisierung auf Schimmelallergene zu testen, müssen Tests (Haut, Blut, Provokation) auf mindestens 4 Arten durchgeführt werden, in der Regel auf Alternaria alternata, Aspergillus fumigatus, Cladosporium herbarum und Penicillium chrysogenum.

Die meisten Schimmelallergien gehören dem Typ I - Sofortreaktionen an, bei dem Antikörper vom Typ IgE die Reaktion auslösen. Besonders gefährlich wird diese Form der Allergie, wenn es zum anaphylaktischen Schock kommt. Die zytotoxische Typ II-Reaktion kommt bei inhalativen Allergenen nicht vor, dagegen werden Spätreaktionen vom Typ III (Immunkomplexbildung, IgG) und Typ IV (zellvermittelte Immunreaktion, T-Lymphozyten) durchaus beobachtet. Auch die Kombination von Typ III und IV ist möglich. Spätreaktionen können einige Stunden, in bestimmten Fällen auch mehr als 2 Wochen nach Allergenkontakt auftreten.