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Infektionen

Manche Schimmelpilze führen zu Infektionen, d. h. sie sind in der Lage, innerhalb des menschlichen Körpers zu keimen und zu wachsen. Dies ist bei allen Schimmelpilzen zu erwarten, die sich bei Körpertemperatur 37°C entwickeln können. Alle Infektionen durch Pilze werden als Mykosen bezeichnet.

Zunächst ist in den meisten Fällen die Lunge betroffen, insbesondere dann, wenn die körpereigene Abwehr, z. B. auf Grund anderer Krankheiten, geschwächt ist. Von der Lunge können bestimmte Schimmelpilze über das Blut oder die Lymphe in andere Organe gelangen und diese befallen. Dies führt dann zu schweren Erkrankungen bis hin zu Todesfällen. Weniger gefährlich sind oberflächliche Mykosen an Haut und Nägeln, aber auch hier kann es zu Komplikationen kommen.

Der weitaus häufigste Erreger von Mykosen ist Aspergillus fumigatus. Auch Aspergillus flavus und Aspergillus niger sind relativ potente Erreger von Aspergillosen (von Aspergillen ausgehende Mykosen). Besonders gefährlich ist die invasive pulmonale Aspergillose, bei der sich die Krankheit ausgehend von der Lunge auf andere Organe ausbreitet. Dies führt zu einem schweren Krankheitsverlauf mit hoher Sterblichkeitsrate. Von den Aspergillosen zu unterscheiden sind Aspergillome, große, etwa kugelförmige Pilzkolonien, die in Hohlräumen des Lungengewebes auftreten können und nicht invasiv sind. Außerdem ist die Endophthalmitis, eine Aspergillose im Auge, zu nennen, die meist nach Verletzungen oder Operationen auftritt und oft zum Verlust des Auges führt.

Neben den Aspergillosen kommen auch Mucormykosen vor, die von Köpfchenschimmelarten ausgelöst werden, bevorzugt die Blutgefäße befallen und zu Thrombosen führen können. Im ungünstigsten Fall können sie durch die Gefäßwand in Knochen einwachsen und dort zu Nekrosen führen.

Schimmelpilze können auch die Haut oder den Verdauungskanal besiedeln. Dabei sind hauptsächlich einzelne Aspergillus- und Mucor-Arten, aber auch verschiedene andere Gattungen zu nennen. Subkutane Mykosen werden von verschiedenen Schwärzepilzen verursacht. Wesentlich häufiger sind jedoch Infektionen der Haut durch Dermatophyten, die nicht zu den Schimmelpilzen zählen und nur in den oberen Hautschichten wachsen.