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BlowerDoor-Messungen

Die BlowerDoor-Messung ist eine Methode zur Qualitätskontrolle der luftdichten Gebäudehülle. Sie wird auch Luftdichtheitsmessung oder Differenzdruckmessung genannt.

Wie wird gemessen?

Die BlowerDoor (1) wird in eine Außentür, ggf. auch in ein Fenster, luftdicht eingebaut. Im Messbereich sind alle Außentüren und Fenster geschlossen und sämtliche Innentüren geöffnet. Der Ventilator der BlowerDoor wird eingeschaltet und erzeugt je nach Einbaulage einen Über- oder Unterdruck im Messbereich.

Wird die so erzeugte Druckdifferenz (4) gegenüber der Umgebung konstant gehalten, bedeutet dies, dass ebensoviel Luft durch den Ventilator geblasen
wird (2), wie durch alle Leckagen des Messbereichs nachströmt (3).

Am Ventilator befindet sich im Strömungsbereich ein Sensor, der die vorbeiströmende Luftmenge "misst". Dies ist möglich, weil der Luftstrom am Sensor einen Unterdruck erzeugt, der proportional zur Strömungsgeschwindigkeit ist. Aus der Strömungsgeschwindigkeit und dem Querschnitt lässt sich die transportierte Luftmenge berechnen.

Der Referenzwert n50 zur Beurteilung der Qualität der luftdichten Gebäudehülle ist das bei einer konstanten Druckdifferenz von 50 Pa ausgetauschte Luftvolumen, bezogen auf das Gesamtvolumen des Messbereichs. Bei eingehaltenem Grenzwert darf in der Energiebedarfsberechnung ein geringerer Luftwechsel angesetzt werden. Dieser Vorteil macht Einsparungen möglich, die deutlich über den Kosten der Untersuchung liegen.

Um spätere Bauschäden zu vermeiden, sollte meist auch bei erreichtem Grenzwert eine Leckagesuche durchgeführt werden. Dabei macht man sich zunutze, dass die bei Unterdruck durch die vorhandenen Leckagen nachströmende Luft leicht "ertastet" und bei Bedarf vermessen werden kann. Auf diese Weise werden Problemstellen entdeckt und können ggf. beseitigt werden.


Messprinzip der Differenzdruckmessung mit der BlowerDoor

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Blower Door bei Schimmel

Blower Door als Qualitätssicherung