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Wann sollte man eine BlowerDoor-Messung durchführen?

Die BlowerDoor-Messung ist ein gewisser Aufwand und wird deshalb nur eingesetzt, wenn - unabhängig von der Schimmelproblematik - der Luftaustauschwert n50 gemessen werden soll oder wenn entsprechende Fragestellungen auftreten. Dies kann zum Beispiel die Suche nach verstecktem Schimmel im Inneren von Bauteilen sein.

Gründe für Schimmel in Bauteilen

Die Außenwände von Niedrigenergiehäusern sind in der Regel gut gedämmt. Durch Lecks in der luftdichten Schicht kann feuchte Raumluft in Bauteile eindringen, aber nicht oder nur schwer durch die Außendämmung entweichen. Insbesondere in der kalten Jahreszeit kühlt sich die in die Dachkonstruktion oder in Wandteile eingedrungene Raumluft ab, die enthaltene Feuchtigkeit kondensiert. Mittelfristig kommt es zu Feuchteschäden und es besteht die akute Gefahr der Schimmelbildung mit allen damit verbundenen Gesundheitsrisiken.

Welche Risiken bestehen?

Die Leckagesuche ist am effektivsten, wenn wir im Gebäude einen Unterdruck erzeugen. Dabei besteht aber die Möglichkeit, dass Schimmelsporen oder Bruchstücke von Schimmelpilzen sowie MVOC und Mykotoxine verstärkt ins Rauminnere "gezogen" werden und sich dort verteilen. Es muss deshalb jeweils im Einzelfall abgewogen werden, ob eine Leckagesuche bei Unterdruck durchgeführt werden kann.



Was ist vor der Messung zu beachten?

Heizungen mit Verbrennungsprozessen müssen abgeschaltet sein. (Brandgefahr und Gefahr durch in den Raum gezogene Abgase). Bei gemeinsamem Schornstein sollten auch die Heizungen in benachbarten Wohnungen abgeschaltet sein. Die Asche aus Öfen und Kaminen muss beseitigt sein. Falls neben der Untersuchung von Schimmelproblemen auch der Luftaustauschwert n50 bestimmt werden soll, müssen die Gebäudedaten vorliegen, insbesondere das beheizte Luftvolumen.

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