www.schimmeldetektiv.eu

Feuchtigkeit und Temperatur

Die Messung von relativer Luftfeuchtigkeit und Temperatur, sowie der Oberflächentemperaturen im Bereich der üblicherweise vorliegenden Wärmebrücken ist Bestandteil jeder Erstbesichtigung.

Häufig müssen außerdem absolute Bauteilfeuchten gemessen werden. Langzeitmessungen können wertvolle Dienste leisten, wenn es darum geht, die Ursachen eines auf Innenraumkondensation beruhenden Problems zu ermitteln.

Wie wird gemessen?

Luftfeuchtigkeit und Temperatur werden bei der Erstbesichtigung mit einem Kombimessgerät gemessen (kapazitive Feuchtemessung). Oberflächentemperaturen werden an verschiedenen Punkten mit einem IR-Thermometer bestimmt.

Für Langzeitmessungen kommen kombinierte Datenlogger für Feuchte (kapazitive Messung) und Temperatur zum Einsatz. Die Auswertung erfolgt nach Übertragung der Daten auf den PC über eine geeignete Software. In die Beurteilung fließen als Referenz auch die Klimadaten im Messzeitraum ein.

Die absolute Feuchte von Bauteilen wird durch Messung des elektrischen Widerstands und Umrechnung der Messwerte bestimmt. Dabei richten sich die Umrechnungsfaktoren nach dem jeweiligen Baumaterial. Unter Umständen sind kleine Bohrlöcher notwendig, um in einer gewissen Tiefe messen zu können.

Gravimetrische Messungen werden wegen des hohen Aufwands und der in größerem Ausmaß notwendigen Zerstörungen in der Regel nicht empfohlen.

Eine neuere Messmethode auf Mikrowellenbasis arbeitet dagegen vollkommen zerstörungsfrei und liefert erste, wertvolle Hinweise über die relative Feuchte in verschiedenen Bereichen einer Wand. Quantitative Aussagen sind allenfalls bedingt möglich und Störungen durch den Wandaufbau können das Ergebnis verfälschen. Wegen der schnellen und einfachen Durchführbarkeit empfehle ich diese Methode dennoch, um einen ersten Überblick zu erhalten, Durch systematisches Vermessen einer Fläche können oftmals klare Erkenntnisse gewonnen werden.

Die Feuchteaufnahme der Außenwand wird mit dem Karst'schen Röhrchen gemessen.


Weiter