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Schimmelpilze - Vorkommen


Primär kommen Schimmelpilze in oder auf dem Erdboden vor, gleichgültig ob in der freien Natur oder etwa in der Blumenerde von Zimmerpflanzen. In den meisten Böden gibt es verwesende tierische und pflanzliche Rückstände, die eine gute Nahrungsgrundlage für Schimmelpilze darstellen. So ist es nicht verwunderlich, dass Schimmelpilze nahezu überall zu finden sind.

Bei ihrer meist vegetativen (d. h. asexuellen) Vermehrung, geben sie eine gewaltige Menge Sporen an die umgebende Luft ab. Diese Sporen sind meist sehr stabil und können luftgetragen über weite Strecken transportiert werden. Dabei gelangen Sie auch dahin, wo wir sie eigentlich nicht haben wollen.

Lagern sich nun Schimmelpilzsporen an Stellen ab, an denen sie geeignete Bedingungen vorfinden (Nahrung, Feuchtigkeit, Temperatur) keimen sie aus. Zunächst wachsen die Schimmelpilze ohne wirklich aufzufallen in das Substrat (man spricht von der "Tropophase"), wobei die Pilzmasse gleichmäßig zunimmt. Erst wenn mit der Umstellung auf den Sekundärstoffwechsel ("Idiophase") die Ausbildung der Luftmycel und der Vermehrungsorgane beginnt, wird der Schimmelbefall sichtbar.

Das alles kann wirklich überall stattfinden, wo sich Schimmelsporen aus der Luft ablagern, selbst wenn die zum Keimen notwendigen Bedingungen nur gelegentlich auftreten. Leider passiert es allzuoft im häuslichen oder betrieblichen Bereich, sei es auf Lebensmitteln, die dadurch unbrauchbar werden, an Arbeitsmitteln oder Produkten, die dadurch zerstört werden, oder an gefährdeten Gebäudeteilen, wo Schimmelbefall zu gesundheitlichen Problemen der Bewohner führen kann.