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Pilze


Auf den ersten Blick ist man geneigt, die Pilze den Pflanzen zuzuordnen, doch das ist so nicht haltbar. Im Gegensatz zu Pflanzen enthalten sie kein Chlorophyll, d. h. sie sind nicht in der Lage sich über die Photosynthese allein von anorganischem Material zu ernähren. Außerdem sind sie nicht aus differenzierten Geweben (Wurzel, Stiel, Blätter ....) aufgebaut, wie es für Pflanzen typisch ist. Da sie aber andererseits ganz eindeutig keine Tiere sind, ist heute allgemein anerkannt, dass Pilze als eigenständige Gruppe von Lebewesen (Fungi) zu sehen sind.

Bis heute sind etwa 120.000 Arten von Pilzen bekannt und es werden immer neue gefunden. Man schätzt, dass es etwa 1 Million Pilzarten gibt. Die höheren Pilze (Eumycota) werden in 4 Gruppen eingeteilt, nämlich Jochpilze, Schlauchpilze, Ständerpilze und imperfekte Pilze. Daneben gibt es noch niedere Pilze, die aber nicht zu den Fungi gezählt werden, sondern zu den Protisten.

Die Grundstruktur der meisten Pilze ist die "Hyphe", ein einzeln kaum sichtbares schlauchförmiges, meist verzweigtes Gebilde aus aneinandergereihten Zellen (Durchmesser 2 bis 10 µm). Viele dieser Hyphen bilden dann Pilzgeflechte, sogenannte Mycelien. Dabei ist zu unterscheiden zwischen dem vegetativen Mycel, das in das Substrat (z. B. Waldboden) eindringt und dem Luftmycel, das nach außen wächst und die Fruchtkörper trägt. In der Regel sehen wir nur das Luftmycel, obwohl das vegetative Mycel die Hauptmasse eines Pilzes ausmacht.

Charakteristisch für die Pilze ist auch, dass die Vermehrung sowohl sexuell (Hauptfruchtform) als auch vegetativ (Nebenfruchtform) erfolgen kann. In beiden Fällen werden Sporen gebildet. Inwieweit eine Fruchtform bevorzugt wird, hängt von der Art des Pilzes und teilweise auch von den Umgebungsbedingungen ab.




Pilze können in unterschiedlichsten Formen auftreten.

Hier: "Lehrer Lempel" , gefunden in Südtirol nahe Bozen.



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Hefen / Schimmelpilze